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DESERTED FEAR

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Die jüngste Hoffnung im Death Metal oder gar die Verkörperung des Next Generation Death Metal: derartige Bezeichnungen gab es für die drei Jungs aus Thüringen in den letzten Jahren zuhauf.

In nicht mal einer Dekade Bandgeschichte sind Deserted Fear mit rasanter Geschwindigkeit dem Death Metal Underground entwachsen. Heute lehren sie ihren internationalen Kollegen das Fürchten! Nicht nur, dass die Band mit ihrem letzten Werk „Dead Shores Rising“ in die Top 50 der deutschen Album-Charts geschossen ist, die Band hat sich durch eine stetige und übermächtige Live-Präsenz im In- und Ausland, auf zahllosen Festivals und mit einer beeindruckenden Latte an Clubshows mittlerweile europaweit fest in die Herzen und Ohren vieler Fans gespielt. Egal wo sie ihr Unwesen trieben, überall sind sie als Überraschungssieger vom Platz gegangen.

Nach der Gründung 2007 avancierte ihr erstes Album „My Empire“ 2012 überraschend zum Quotenhit. Plötzlich spürte das Gros der deutschen Death Metal-Verfechter das durchdringende Potential der Band. Der Ruf nach mehr war unüberhörbar. Ihnen wurde die Rolle als die Zukunft vom Death Metal mutmaßlich auf den Leib geschneidert und bis heute – zum vierten Album „Drowned By Humanity“ – haben die Eisenberger ihr ganzes Leben in dieses übermenschliche Projekt gesteckt. „Wir sind da hineingewachsen“, erinnert sich Gitarrist Fabian Hildebrandt an das überraschende Interesse. Nach „My Empire“ war Disziplin gefragt und das Erfüllen der eigenen Erwartungshaltung: „Du hast die Sache einmal angefangen und jetzt willst du sie so fortsetzen, dass du selbst zu 100 Prozent damit zufrieden bist. Das ist wie ein Kind, nichts anderes“, verdeutlicht Sänger Manuel „Mahne“ Glatter. In konsequenter Strebsamkeit brachten die Jungs in fünf Jahren drei riesige Alben raus, rückten in atemberaubender Ausdauer zu einer der größten Death Metal-Bands Deutschlands auf. Zu 100 Prozent sind sie auch heute noch eine waschechte Do-It-Yourself-Band, die ihre Alben sogar selbst aufnehmen. Diese „Ärmel-hoch-Mentalität“ brachte sie weiter als sie es je für möglich hielten. Ja, da musste erst diese deutsche Metalband kommen, um Swedish Death Metal wieder international salonfähig zu machen.

Und „Drowned By Humanity“ beweist ein weiteres Mal, dass Deserted Fear eine Ausnahmeerscheinung sind und bleiben. Album Nummer vier lebt von einer tiefschürfenden Schwere, atmet dabei aber offene Weite. Erstmals setzt das Dreiergespann die Segel Richtung Gefühl und baut so einen zwingenden Kontrast zu gewaltigen Groove-Gewittern. Ein Fluss aus Freiraum, der guttut. Die neu gewonnene Abwechslung ist nicht nur größer denn je, sondern auch treffender und fesselnder. Kerniger und rotzig. Auch traurig und einsam, „aber niemals hoffnungslos“, hält Schlagzeuger Simon Mengs fest. Deserted Fear haben Flächen geschaffen, die zum Denken anregen. Und das sollen sie auch: Lyrisch hinterfragen die Drei die Gesellschaft. Umwelt, Untergang und Aufbruch – das sind zentrale Themen. „Man kann viele kleine Dinge tun, um die Welt ein Stück besser zu machen.“ In einem geradeheraus gefegten Blasphemiesturm erinnern Deserted Fear an Naturschutz, mahnen die Unachtsamkeit der Menschen in einer modernen Gesellschaft. Die jugendliche, wilde Freiheit ist ihnen dabei geblieben, nur übernimmt erwachsene Ernsthaftigkeit jetzt das Steuer.

An die Hand genommen haben sich Deserted Fear für „Drowned By Humanity“ niemand Geringeren als den schwedischen Produzenten Henrik Udd. Sein überragendes Handwerk hat er im weltberühmten Studio Fredman erlernt, das sich für die Erfindung des Sounds vom Swedish Death Metal verantwortlich zeigt. In Flames, At The Gates, Soilwork und Arch Enemy haben durch das Studio Welterfolge gefeiert. Kein Wunder, dass Udd ebenfalls zur Next Generation Death Metal zählt. Frisches Blut, das auch woanders elektrisiert: Den maßgeblichsten Einfluss auf die neuesten Geschicke der Band hat nämlich der junge Sohn von Sänger Mahne. Sie fühlen mehr denn je, dass das kleine Wunder ihnen eine „unglaubliche Begeisterung und Lebensfreude“ schenkt. „Jeden Tag in ein Kindergesicht zu schauen und es wachsen zu sehen, das lässt dich alles andere vergessen, das steht einfach über allem.“ Ein neues Leben, ein neuer Geist für Deserted Fear. Einer, der den Spiegel vors Gesicht hält: Wieder das Kind in einem fühlen lässt, wenn die Erwachsenenwelt aufs Gemüt drückt. Wieder mit voller Kraft und endloser Energie in neue Welten vorstoßen, die allein aus faszinierender Kreativität erschaffen werden. „Drowned By Humanity“ ist solch markerschütternde Frischzellenkur!

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